Paar oder Eltern – zwei unterschiedliche Welten

Die Welten von kinderlosen Paaren und Eltern könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf der einen Seite Freiheit, Spontaneität und Selbstbestimmung…auf der anderen Seite Verzicht, Verantwortung und Fremdbestimmung… Und es entspricht einfach der Realität, dass Kinderlose die Welt der Eltern nicht verstehen,  egal wie sehr sie sich anstrengen oder wie empathisch sie sind.
Ich spreche da aus eigener Erfahrung und weitere Hinweise darauf, dass es auch anderen so geht/ ging, finden sich auf Blogs anderer Mamis, die erklären, was sie über Eltern und deren Kinder dachten, bevor sie selber ein Kind hatten.

Kinderlos stellte ich mir vor, dass…
– ein Haushalt auch mit Kind vernünftig aussehen kann… Die Mutter ist ja schließlich den ganzen Tag zu Hause…
– eine Mutter sich auch mal nett zurechtmachen könnte… Man muss ja nicht immer mit nem dreckigen Schlabber-Shirt rumlaufen…
– Eltern gar nicht so eingeschränkt sein müssen… Sie sollten doch auch einfach mal das Kind abgeben und ins Kino gehen…
– Eltern ihre Kinder nicht dauernd schleppen sollten…wozu gibt es denn Kinderwagen?
– dieser ganze Hype um Bio und Öko gar nicht sein muss. Konventionell oder Gläschen tun es doch auch. Hauptsache satt!
– man sein kleines Kind auch schon so erziehen sollte, dass es nicht alles kaputt und dreckig macht…
– Besuche von einem Kleinkind bei kinderlosen Paaren Stress für Letztere sei…(Gläser in Vitrinen, empfindliche Elektronik, arme Haustiere…). Warum können die Eltern ihre Kinder da nicht von abhalten?
– Eltern es einfach nicht hinkriegen,  weil Kinder im Supermarkt oder anderswo in der Öffentlichkeit (teilweise auch im Kinderwagen) heulen und schreien…und dass die dagegen auch nichts unternehmen… Also echt…

Als Mutter weiß ich mittlerweile aber, dass…
– es Zeiten gibt, in denen das Zuhause nicht aussieht wie geleckt, einfach weil das Kind den ganzen Tag herumgetragen und beschäftigt werden möchte…oder man ist einfach  geschafft, weil es irrsinnig viel Kraft kostet, dem Kind immer volle Aufmerksamkeit zu schenken.
– es unsinnig ist, sich herauszuputzen, weil man alle paar Minuten vollgesabbert und mindestens ein Mal am Tag Brei abbekommt…und die grobmotorischen Versuche von Anfassen und Festhalten JEDES Shirt ausleiern lassen…
– Kinder entweder genau dann kurzfristig krank sind (Fieber über 39) oder in einer Phase, in der nur Mama trösten und beim Einschlafen helfen kann…
– einige Kinder nur in der Trage Ruhe finden,  ganz nah bei Mama oder Papa…
– man automatisch nur das Beste für sein Kind will und sich dann zwangsläufig mit Lebensmitteln und deren Inhaltsstoffen beschäftigt…und wenn man den Brei selber kocht, weiß man halt genau, was drin ist…
– Erziehung bei einem Baby nicht funktioniert und, dass jedes Baby und Kleinkind die Welt entdecken möchte, dabei geht zwangsläufig mal etwas zu Bruch oder wird schmutzig.
– Kinderbesuch bei Kinderlosen für Eltern genauso stressig ist. Das Kind will natürlich seine Umwelt erkunden…und schei*e, da steht eine teure Vase, schnell das Kind da weg…Was macht es denn nun… Oh Gott, bitte nicht in die Glasvitrine… Schnell das Kind da weg…Nein, lass den Hund, komm da weg… An gemütliches Kaffee trinken ist nicht zu denken…
– Kinder manchmal schreien und man nichts dagegen machen kann… Wenn sie müde sind, aber noch nicht einschlafen können, wenn sie Angst haben oder wenn sie ihren Willen durchsetzen wollen (raus aus dem Kinderwagen, Süßigkeiten…). Natürlich kann man dann nachgeben, damit Ruhe ist, aber dann wird es immer so weiter laufen. Das Kind weiß dann, dass es seinen Willen bekommt…wenn es nur lange genug und/ oder in der Öffentlichkeit rumbrüllt…und über diese Kinder wird sich dann später wieder aufgeregt…

Das war nur ein Auszug dessen, was Kinderlose nicht verstehen, es gibt gewiss noch viele andere Dinge.
Ich bin immer für Toleranz, musste aber feststellen, dass ich in kinderlosen Zeiten gegenüber Eltern gerade das manchmal nicht gewesen bin. Jetzt kenne ich auch die andere Seite und kann nur für Toleranz bei anderen Kinderlosen werben.
Wenn man selber kein Kind hat, hat man keinerlei Vorstellung davon, wie das Leben mit einem Kind wirklich ist!

Interessierte können bei
Mama notes weiter lesen. Sehr amüsant geschrieben 😀

HanseMama

Türschutzgitter von Lidl (Juli 2015)

Seit knapp einer Woche krabbelt das HanseBaby (6,5 Monate). Da kam uns die Angebotswoche von Lidl zum Thema Kindersicherheit (20. – 25.07.2015) gerade recht.
Wir haben das Tür-/ Treppengitter von Safety 1st für 19,99€ sowie eine Verlängerung für 4,99€ gekauft. Das Gitter wird in den Türrahmen geklemmt, kein Schrauben oder Löcher bohren nötig. Zusammenbau war einfach und die Montage auch schnell gemacht. Zwanzig Minuten.
Der Kleine hat das Gitter schon entdeckt, aber bisher wird es nur befühlt.

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Eigentlich wollten wir ein gebrauchtes Gitter über eb*y Kleinanzeigen kaufen, aber auch dort sollte solch ein Gitter mit Verlängerung um die zwanzig Euro kosten. Ich spreche hier nicht von einem Gitter aus Holz oder was anderem Hochwertigen, sondern von einem vergleichbaren, einfachen Gitter aus Metall von gleichem Hersteller.

Ich hoffe wir sind langfristig mit dem Gitter zufrieden. Kommentare und Beanstandungen werde ich nachtragen.

HanseMama

Ungebetene Ratschläge

Nirgends gehen die Meinungen so weit auseinander wie beim Thema Erziehung. Alle Eltern werden wohl schon das eine oder andere Mal aus dem Familien- oder Bekanntenkreis gut gemeinte Ratschläge erhalten haben. Spätestens wenn man die Frage, ob das Kind schon durchschlafe, verneint, prasseln sie auf einen ein…die gut gemeinten Ratschläge. Im günstigsten Falle sagt der Gegenüber, wie man es „früher“ gemacht habe und lässt es damit gut sein. Meistens sind es Nachbarn oder entferne Bekannte und man kann das Thema schnell abhaken. Je näher einem der Rat gebende aber ist (eigene Eltern oder Schwiegereltern), desto schwieriger wird die ganze Situation.
Bei uns ist es mein Schwiegervater, der sich gerne einmischt und uns erklären will, wie die Welt funktioniert. Er meint natürlich alles nur gut, aber so erhalten wir mehrmals die Woche ungebetene Ratschläge, meist basierend auf seinen Erfahrungen von vor dreißig Jahren…  Leider wird bislang meine (mehrfache) Bitte/Aufforderung, die Ratschläge für sich zu behalten, bzw. auch meine Meinung und Ansichten zu respektieren, hartnäckig ignoriert.
Leider bin ich nicht so schlagfertig, dass ich auf seine (teilweise wirklich abstrusen) Tipps etwas Gescheites erwidern kann.Vielleicht sollte ich dieses humorvolle Kontern lernen… Ein paar Beispiele gibt es von der Zeitschrift ELTERN hier und hier. Bereits die Einleitung ist wunderbar geschrieben:“Manchmal hat man den Eindruck, dass man als Mutter ein Schild um den Hals trägt auf dem steht: „Bitte geben Sie mir gute Ratschläge!“ Denn sobald man einen Kinderwagen schiebt, wissen alle am allerbesten was jetzt richtig oder falsch ist.“
Ein schöner Satz zum Thema Ratschläge, den unsere Physiotherapeutin gesagt hat, lautet: „Ratschläge sind Schläge…und die braucht kein Mensch!“ Wunderbar wahr!

Wir erziehen unseren Sohn nach bestem Wissen und Gewissen. Wir denken viel darüber nach und unser Handeln hat immer einen (für uns plausiblen) Grund.
Leider bekommen wir immer noch mal Schläge, vielleicht können die Menschen nicht anders…aber ich habe mir vorgenommen, mich darüber nicht mehr allzu sehr zu ärgern… und wenn doch, dann spreche ich es an. Sofort und vielleicht dann auch etwas biestig. Aber besser als wenn ich den Ärger jedes Mal in mich reinfresse. Und wer weiß, vielleicht fällt mir doch nochmal eine schlagfertige Antwort ein…

HanseMama

Windelorigami

Wir benutzen für unseren Sohn Einwegwindeln. Über die ökologische Seite kann man diskutieren (was auch gerne gemacht wird), aber wir drei kommen damit gut klar.
Neulich ist mir mal wieder aufgefallen, wie unterschiedlich Windeln zusammengefaltet, -gerollt oder -geknüllt werden können.
Mein Mann klappt den vorderen Teil auf den rückwärtigen und fängt dann an, die Windel von der Seite her aufzurollen. Als Verschluss dient dann der Klettverschluss. Die Windeln sehen dann immer aus wie Keulen.
Ich selber falte auch nach dieser Technik, klappe dann aber noch mal den unteren Teil hoch, rolle die Windel dann erst zusammen und verschließe sie fest mit dem Klettverschluss. Mein Mann bezeichnet die Windeln dann liebevoll als Handgranaten…
Meine Mutter wiederum rollt die Windel gar nicht zusammen, sondern klappt wie ich und ‚zurrt‘ sie dann einfach mit den Klettverschlüssen zusammen. Sie macht ein Paket daraus.
Eine Bekannte schmeißt die Windeln weg, ohne sie in irgendeiner Art gerollt oder verschlossen zu haben…

Jeder nach seiner Wahl, aber interessant fand ich das schon 😀

Hier findet man übrigens Informationen/ Diskurse über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Wickelsysteme:
Babycenter
Bayerischer Rundfunk

Auch in der aktuellen Zeitschrift ELTERN (Ausgabe Nr. 8, August 2015, S.102-105) gibt es einen Artikel zu diesem Thema…oder auch auf der dazugehörigen Internetseite.

Letztendlich muss jeder die Entscheidung für sich selber und sein Kind treffen. Diese Entscheidung sollte von anderen akzeptiert werden. Ich stehe nicht auf „Mommy wars“ und plädiere deshalb für mehr Akzeptanz und Toleranz!

HanseMama

Oje ich wachse…

Seit über einer Woche ist das HanseBaby so anstrengend wie noch nie. Nichts, aber auch gar nichts kann man ihm recht machen. Auf den Arm, gucken, quengeln…absetzen auf den Boden, Geschrei…und wehe, man bewegt sich dann auch noch ein paar Schritte weg, dann ist „Holland in Not“… Außenstehende müssen denken, ich würde mein Kind quälen, so sehr weint, schreit und kreischt er. Wenn er mal gerade nicht weint, dann meckert er…oder jammert, das kann er auch schon. Gefühlt verbringt er gerade um die sechzehn Stunden am Tag damit, mir den letzten Nerv zu rauben. Das Schlimme daran ist eigentlich, dass ich ihm nicht helfen kann. Ich weiß nicht, was mit ihm los ist, ich stochere im Nebel. Immer, wenn ich glaube, ich hätte herausgefunden, was gerade los ist, geht das Geplärre von vorne los und alles was bisher geholfen hat, ist nutzlos. Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt…
Aber nicht nur die Tage sind anstrengend, nein, auch die Abende und Nächte. Besonders das Zubettgehen ist ein Kraftakt. Großes Geschrei und Gekreische, dann schläft er irgendwann ein,  nur um im halbstündigen Rhythmus wieder wach zu werden.
Was es nun letztendlich ist, weiß ich nicht. Könnte der erste Zahn sein…oder der 26-Wochen-Sprung…oder beides zusammen. Auf alle Fälle ist es sehr, sehr anstrengend und die Gefühle gegenüber dem HanseBaby wechseln im Sekundentakt.
Was mir hilft, diesen Wahnsinn auszuhalten? Im Buch „Oje ich wachse“ weisen die Autoren Rijt und Plooij immer wieder darauf hin, dass Kinder uns Eltern nicht mit ihrem Verhalten ärgern wollen. Ihr dauerndes Gequengel, Gejaule und Geheule hat einen Grund… Auch, wenn wir darin keinen sehen…und die Kinder auch nicht genau wissen, was los ist. Ihre Welt steht Kopf und davor haben sie verständlicherweise Angst…und dann wollen sie zu Mama…auf den Arm, gekuschelt und getragen werden.

Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, weil es den Eltern hilft, die Kinder zu verstehen. Mir wurde es von meiner Hebamme empfohlen. Siehe Literaturverzeichnis.
Für alle, die sich das Buch nicht kaufen wollen, habe ich folgenden Tipp: Auf dem Blog „Das gewünschteste Wunschkind“ (ganz runterscrollen) wurden die Sprünge sehr gut verständlich zusammengefasst. Nach Aussage einer Mutti aus meiner Rückbildungsgruppe sogar besser als die App von Oje ich wachse.

Ich wünsche allen Eltern viel Kraft, um diese ganzen Phasen durchzustehen. Auch wenn es noch so anstrengend ist, immer die Ruhe bewahren und nichts Unüberlegtes tun!!!

HanseMama

Reiswaffeln mit Schadstoffen – wie lecker

Es ging durch die Medien, trotzdem habe ich den Eindruck, es ist schon wieder in Vergessenheit geraten…
Reiswaffeln haben einen relativ hohen Arsengehalt.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat erklärt, dass Reis im Allgemeinen Arsen enthält und rät hier schon nur zum gelegentlichen Verzehr. In Reiswaffeln und -flocken/ -brei sei der Arsengehalt aber noch höher. Dabei sei es auch egal, ob es sich um Bio- oder konventionelle Produkte handele. Hier der zugehörige Artikel der Süddeutschen Zeitung.
Auch ÖKO-TEST hat bereits mehrfach auf die Belastung von Reiswaffeln mit Schadstoffen hingewiesen. Es handele sich dabei um krebserregendes Acrylamid und Arsen. Mehr als die Hälfte der getesteten Reiswaffeln ist mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durchgefallen. Wie das BfR empfiehlt auch ÖKO-TEST, Reiswaffeln nur gelegentlich zu essen. Das Ergebnis des Testberichts aus dem Jahr 2012 kann hier nachgelesen werden.

Insgesamt besteht die Gefahr einer Vergiftung oder allgemein Schädigung für Babies und Kleinkinder. Da Kinder noch recht wenig wiegen, wird die schädliche Menge Schadstoff sehr schnell erreicht. Auch die Zeitschrift Brigitte hatte darüber berichtet. In diesem Artikel wird die Problematik gut erklärt: „Kinder unter drei Jahren nehmen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht zwei- bis dreimal mehr Arsen auf als Erwachsene“. Insgesamt wird geraten, sich an die Empfehlung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zu halten, wonach Kinder wöchentlich weniger als zehn Mini-Reiswaffeln (je zwei Gramm) zu sich nehmen könnten. So sei „kein nennenswertes gesundheitliches Risiko zu erwarten“.
Als Alternative zu Reiswaffeln werden hier Maiswaffeln genannt, denn darin seien „bisher keine nennenswerten Mengen an Arsen gefunden worden“.

Nun denn… Guten Appetit :/
 

HanseMama

Babyclubs

Wer schwanger ist, kann sich und das Baby bei diversen Babyclubs anmelden und kleine Geschenke und viele Coupons erhalten. Natürlich bekommt man dann die eine oder andere Werbung, aber generell ist es nicht so viel. Wir bekommen eigentlich nicht mehr als früher.
Angeboten wird sowas von diversen Drogerieketten, Supermärkten und Marken.
Ich habe uns angemeldet bei Rossmann, dm, Pampers und Hipp.
Bei Rossmann heißt es Babyclub und man bekommt ein Willkommenspaket, regelmäßig das Babyclub-Magazin sowie ganz viele Rabatt-Coupons. Die Coupons gibt es für die Eigenmarke sowie für viele Markenartikel. Damit kann man beispielsweise ab und an etwas Geld für Windeln sparen. Teilweise auch Rabatte für Fotobücher o.ä. Gefällt mir ganz gut.
Bei dm nennt sich das Projekt Glückskind. Als Willkommensgeschenk erhält man ein kleines Köfferchen mit Proben und dann noch eine praktische Filzhülle für den Mutterpass, bzw. später das U-Heft der Kinder. Auch hier gibt es Rabatt-Coupons, allerdings nicht ganz so regelmäßig wie bei Rossmann.
Hipp hat mich sehr überrascht. Zum Beikoststart haben wir je ein Gläschen weiße Karotte und Pastinake bekommen. Weiter noch nen Löffel und ein Nuk-Fläschchen. Dazu kann man für das Kind noch ein Sparbuch bei der Commerzbank eröffnen (20€ Startguthaben) und es gibt noch den einen oder anderen netten Rabatt-Coupon.
Was sich für uns als sinnlos herausgestellt hat, ist der Babyclub von Pampers, da das HanseBaby in Pampers sehr leicht einen wunden Po bekommt. (Wie ich gelesen habe, sind in Pampers mehr Kunststoffe drin als in den meisten anderen Windeln… So kommt natürlich weniger Luft an den Po.) Außerdem sind die Eigenmarken der Drogerieketten meist trotzdem günstiger…Man bedenke, dass man das Geld – in Form der Windeln – letztendlich in den Müll wirft! [kleiner Exkurs: Windeln kaufe ich am liebsten bei dm oder Rossmann. Die von Aldi sind genauso gut, aber bei den Drogerieketten gibt es diese praktischen Kartons dazu :)]

Einen tolle Übersicht findet ihr hier.

HanseMama