Beikost – Fertignahrung oder selbst gekocht?

Bei uns gibt es selbst gemachte Babynahrung. Ich koche den Mittagsbrei selber, Nachmittags- und Abendbrei kommen auch nicht von Hipp, Alete und Co., sondern ich kaufe Flocken und koche den Brei mit Milch und Wasser. In diesem Eintrag möchte ich auf das Für und Wider selbst gemachter Beikost eingehen und damit erklären, warum ich mich fürs selber kochen entschieden habe.
Obwohl ich nicht genau verstehe, warum viele Eltern fertigen Brei geben, akzeptiere ich diese Entscheidung. Da Eltern immer das beste für ihr Kind wollen, wird die Wahl der Fertignahrung durchdacht und gut begründet sein.

Ich habe etwas recherchiert (siehe Quellenangabe unten) und bringe auch meine eigene Erfahrung mit ein. Daraus ist die folgende Aufzählung von Argumenten für und gegen selbst gemachte Babynahrung entstanden.
Hierbei handelt es sich nicht um eine wissenschaftlich belegte Studie, sondern eine Faktensammlung und letztendlich meinen Standpunkt und meine Meinung.

Nachteile selbst gemachter Beikost:
– Egal ob eingefroren oder eingekocht, man benötigt Platz für die Lagerung. Lagerung bei Zimmertemperatur funktionierte bei mir nicht.
– Man muss einkaufen, vorbereiten, kochen, pürieren, abfüllen und hinterher alles wieder aufräumen und sauber machen. Das kostet Zeit.
– Gerade zu Anfang kann mal völlig was daneben gehen…oder das Kind hat eine Phase, in der es schlecht isst…heißt, man schmeißt viel weg. Das ist frustrierend weil: siehe vorige Punkte
– Selbstgekochtes schmeckt nicht immer genau gleich
– Keine Laboruntersuchungen zu Rückständen oder Mengen von Pflanzenschutzmitteln, Nitrat o.ä.
– Manche Obst- oder Gemüsesorten kann ich gar nicht reif bekommen, somit auch oft nicht mit der vollen Menge an Vitaminen. Gläschen dagegen sind immer aus reifen Zutaten hergestellt…wie auch immer das geht.
– Abhängigkeit vom saisonalen Angebot. Gläschen mit Erdbeeren bekomme ich dagegen auch im Winter…
– Bei der Zubereitung muss man sehr auf Sauberkeit achten. Gläschen sind dagegen weitgehend keimfrei.
– Brei mit Milch kann man selber nicht auf Vorrat herstellen!

Vorteile selbst gemachter Beikost:
– Ich weiß genau, was drin ist, nämlich kein zusätzlicher Zucker, keine Aromen, keine Konservierungsstoffe, keine Füllstoffe und auch keine Verdickungsmittel etc.
– Es gibt keine kontraproduktiven Kombinationen. Milch hindert z. B. an der Eisenaufnahme aus dem Fleisch. Solche Gläschen gibt es wirklich.
– Ich kann ganz spezifisch auf mein Kind eingehen. Bei Allergien oder Unverträglichkeit lasse ich die Zutaten einfach weg.
– Selbstgekochtes ist aus möglichst wenig Zutaten gemischt. So kann man schnell Unverträglichkeit feststellen. Bei Gläschen gibt es eine eher unübersichtliche Sortenvielfalt.
– Das Kind gewöhnt sich an saisonale Besonderheiten (z. B. Erdbeeren im Sommer, Kürbis im Herbst).
– Vermeidung von Müll, da weniger Altglas anfällt…wobei Glas ja zumeist recycelt wird…
– Herstellung individueller Portionsgrößen möglich. Das HanseBaby aß lange Zeit keine ganzen Portionen und so musste ich nicht so viel wegwerfen.
– Der Brei enthält genau das und die Menge, was/ die das Kind benötigt. Es wurde beispielsweise festgestellt, dass viele Gläschen nicht genügend Fleisch beinhalten. Andere Gläschen enthalten dagegen Reismehl…Ein Verdickungsmittel, welches das Kind nicht braucht.
– Man gewöhnt sein Kind nicht an Fertigkost.

Trotz des Aufwands (manchmal ist es echt ätzend, abends noch groß zu kochen), habe ich mich fürs selber Kochen entschieden. Für mich ist es besonders wichtig, dass ich weiß, was im Brei steckt. Ich selber versuche auch, möglichst Fertigkost zu vermeiden. Wir kaufen Bio, aber auch konventionell erzeugtes. Die Bio-Produkte vom Discounter schneiden genauso gut ab wie andere. Öko-Läden wie Aln*tura oder Al*co sind uns aber auf die Dauer zu teuer. Teilweise kaufen wir auch auf dem Markt.
Wenn alles nach Hause geschleppt ist, geht das Kochen los. Meistens abends oder am Wochenende und dann gleich mehrere Sorten (Rezepte folgen demnächst). Wir portionieren in Gläser mit Schraubdeckel (vakuumverschlossen, trotzdem kühl lagern) oder in die Breibecher von Phi*ips Avent (Gefrierschrank). Die Becher kann man in der Mikrowelle erhitzen, im Geschirrspüler reinigen, darin einfrieren und die Deckel sind, sofern man sie gerade aufsetzt, auslaufsicher. Ich habe das Set mit 10x 180ml und 10x 240ml, gekauft bei Amaz*n. War meines Erachtens nach eine gute Investition. Kann man auch beides gut mitnehmen…für mich ist folglich das Argument, unterwegs seien Gläschen praktischer, nicht existent 😉
Nun gut, ich verliere mich schon wieder in Details… Letztendlich finde ich, dass selbst Gekochtes immer noch am besten schmeckt.

Mir fällt aber gerade auf, dass ich mich vollkommen auf Gläschen konzentriert habe…dabei gibt es ja auch noch den Pulverbrei… Den haben Snowqueen und Danielle vom Blog „Das gewünschteste Wunschkind“ hier unter die Lupe genommen. Resultat: Pulverbrei kann bis zu 50% mehr Zucker enthalten als selbst angerührter. Man muss sehr genau lesen, was man da füttert. Aber auch die Zubereitung ist für mich kein Vorteil. Gerade der Getreide-Obst-Brei ist ohne Pulver ebenso schnell angerührt oder gekocht…

Wie gesagt, ich koche selber, akzeptiere aber auch, dass andere einen anderen Weg einschlagen… Ja, ich plädiere wieder ein Mal für Toleranz!

Quellen:
Elternwissen.com
hallo-eltern.com
Mütterberatung
Gewünschtestes Wunschkind

HanseMama

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