Als Mutter allein gelassen – Krankenkasse

Vor ein paar Tagen rief die Krankenkasse an, bei der mein Mann für das HanseBaby und mich eine Familien-Versicherung beantragt hatte. Lange Rede, kurzer Sinn: Das HanseBaby würden sie gerne aufnehmen, aber ich hätte ja die Möglichkeit, bei meiner alten Krankenkasse zu bleiben…beitragsfrei, weil ich ja Elterngeld bekomme. Mal ganz davon abgesehen, dass man (wenn es hart auf hart komm) von keiner Krankenkasse abgewiesen werden darf, ist es eine sehr interessante Situation, an der der Wert einer Mutter mal wieder ganz toll abzulesen ist.
Jetzt muss ich aber nochmal etwas ausholen… Mein befristeter Arbeitsvertrag lief im Juni aus, weswegen ich mich bei meiner Krankenkasse melden sollte. Also rief ich die Servicenummer an und schilderte dem Mitarbeiter meine Situation (Mutter in Erziehungszeit mit Elterngeldbezug bis zum ersten Geburtstag des HanseBabies im Januar, voraussichtlich ohne Anstellung ab Mitte Juni). Der Herr am anderen Ende der Leitung erklärte mir, dass ich nicht mehr selber versichert sein könne, da ich ja dann keinen Arbeitgeber mehr hätte, der den Rest meines Beitrags zahle (Arbeitgeberanteil). Letztlich bliebe nur die Möglichkeit, mich bei meinem Mann familien-versichern zu lassen. Aufgrund dieser Aussage stellte mein Mann den Antrag auf Familien-Versicherung, was letztendlich den Anruf seiner Krankenkasse zur Folge hatte.
Meine Krankenkasse versuchte also den Kostenfaktor Mutter loszuwerden, obwohl ich eigentlich beitragsfrei versichert sein sollte. Klar, sind ja Kosten und die versucht man ja in unserer kapitalistischen Gesellschaft zu vermeiden. Genau das versucht natürlich auch die Krankenkasse meines Mannes, denn dort hatte der Kostenfaktor Mutter ja noch nicht einmal etwas eingezahlt…
Bislang hatte ich mit meiner Krankenkasse noch keine nennenswerten Probleme, aber ich habe ja auch immer fleißig eingezahlt… jetzt, wo sie an mir keinen Cent verdienen werden, wo ich voraussichtlich nur kosten werde, da möchten sie mich möglichst schnell loswerden. Natürlich ist das eine Unterstellung, vielleicht wusste der Servicemitarbeiter das gar nicht besser und der Krankenkasse ist gar nichts vorzuwerfen…vielleicht ist das aber auch einfach eine Masche, um Kosten zu sparen. Wenn die Versicherten ihre Rechte nicht kennen sind sie schließlich selber Schuld…

Ach ja… Letzten Endes hatten sich die Krankenkassen kurzgeschlossen und ich bin immer noch bei meiner Krankenkasse versichert… Aber sobald ich wieder in Brot und Lohn stehe, werde ich wechseln!

Also immer selber gut informieren!!!

HanseMama

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