Resümee – Mama und Bloggerin

Ich bin bald ein Jahr Mutter. Zuerst konnten der HansePapa und ich das alles – das HanseBaby, Eltern sein, Familie sein – kaum erwarten. Alles war spannend und neu. Auch die ersten Tage waren sehr aufregend, aber auch wunderschön. Das HanseBaby hat geschlafen oder war einfach zufrieden zu stellen. Erst nach anderthalb Wochen zeigte unser Kleiner sein wahres Gesicht und schrie was das Zeug hielt. Ruhe gab es nur auf unseren langen Spaziergängen, der Kinderwagen schaukelte so schön, nur nicht stehen bleiben! Matratzenallergie vom Feinsten, schlafen ging nur an Mama oder Papa festgebunden (erst im Tragetuch, später in der Manduca) oder nachts auf Mama. Nur nicht die Matratze berühren… Ruhe also, wenn das HanseBaby schlief oder wenn es gestillt wurde…und da ich mich da völlig nach seinem winzigen Magen und seinem großen Bedürfnis nach Nähe richtete, in kurzen Abständen. Ansonsten wurde gebrüllt. Dieses Gebrüll bringt mir heute noch einen Stresspegel wie…nein, in meinem Job hatte ich sowas noch nie. Dieses Gebrüll macht mich aggressiv, auch heute noch. Wir haben gerade wieder so eine Phase, in der alles doof ist und den ganzen Tag gejammert, geplärrt und gebrüllt wird, deswegen weiß ich das so genau… Ich glaube, dass es genau diese Situation ist, die Eltern dazu bringt, ihr Kind zu schütteln. Die Hilflosigkeit, der Stress, Verzweiflung? Ich verstehe es jetzt, aber trotz allem muss man sich IRGENDWIE unter Kontrolle behalten. Man sollte sich auch nicht schämen, denn den wenigsten Eltern wird es anders gehen. Mir ist dieses Thema wichtig, weil es die ersten zwei Monate mit unserem Sohn ausgemacht hat. Es war fürchterlich, denn mein Mann und ich waren beide so fertig, dass auch wir extrem viel geschrien haben. Wir haben einander angeschrien, damit wir uns überhaupt hören konnten. Aber so ein freundlicher Umgangston führt natürlich auch zu Kränkungen etc. Mit dem vorhandenen Stress und dem Schlafmangel und überhaupt der neuen Situation war das der Tiefpunkt unserer Beziehung. Es waren nicht mehr als zwei Monate, aber das war die anstrengendste Zeit in diesem Jahr. Ich weiß jetzt: 1) Ein Kind belastet (zuerst) auch eine intakte Paarbeziehung. Es braucht etwas Zeit und den Willen beider Elternteile, bis wieder alles zurechtgeruckelt ist. 2) Kinder müssen manchmal einfach schreien, sie sind neu in der Welt und haben Angst. Sie wollen uns Eltern nicht ärgern. 3) Der Aufbau einer stabilen Bindung zwischen Eltern und Kind braucht seine Zeit. Dass sie vorhanden ist, merkt man als Elternteil erst, wenn sich das Kind wirklich trösten lässt. Zuerst ist nur die Muttermilch ein Trostspender, das wird aber besser! Es dauert halt nur eine gefühlte Ewigkeit :/
Nach dieser Anstrengenden Zeit folgte dann eine lange, bessere Phase. Das HanseBaby ist motorisch schon immer gut dabei gewesen und den anderen Babys aus dem Rückbildungskurs (bis zu acht Wochen älter) kaum hinterher. Kopf heben, umdrehen, sitzen, krabbeln, laufen…in einem Affenzahn kam Neues dazu. Jetzt läuft er ziemlich gut kurze Strecken und auch kleine Schwellen sind kein Problem mehr. Er klettert aufs Bett und krabbelt Treppen hoch. Er versteht einfache Aufforderungen und Fragen. Nur mit dem Sprechen hat er es noch nicht so…alles ist da! Die Zeit ist gerast, sie war trotz aller quengeligen Phasen (die kommen ja immer mal wieder) schön. Man wird also auch immer wieder entschädigt 😉 Bin ich gerne Mutter? Ich liebe meinen Sohn und zeitweise war ich auch gerne mit ihm zu Hause. Ich würde sagen, ich bin gerne Mutter, aber die geborene Mutter und Hausfrau bin ich nicht. Gerade die letzten paar Wochen waren sehr anstrengend, weil krank und anhänglich und quengelig. Mein Kleiner geht bald zur Tagesmutter und ich Rabenmutter gehe wieder arbeiten. Ich freue mich drauf, denn wenn ich nicht den ganzen Tag über ein quengeliges Kind um mich herum habe, dann kann ich die Zeit mit meinem Kind mehr genießen und würdigen. Natürlich habe ich auch etwas Angst vor der neuen Situation, aber Herausforderungen sind dazu da, gemeistert zu werden. Wir bekommen das bestimmt alles gut hin! Ich freue mich auf das zweite Jahr als Mutter! Weiterlesen

Krank durch die Feiertage

Nach dem letzten Eintrag ging alles holterdipolter. Das HanseBaby bekam 40 Fieber und kurz darauf wussten wir, dass sich der Kleine einen fiesen Magen-Darm-Infekt eingefangen hat. Schwallartiges Erbrechen, Durchfall und Übelkeit. Wirklich schlimm. Neben mir im Bett lag ein glühendes kleines Bündel, das ganz erbärmlich fror…und ich konnte ihm kaum helfen. Sechs Tage später hat es dann den HansePapa und mich erwischt. Gestern ging es uns beiden gar nicht gut, wir haben uns beim Kurzen angesteckt. Nach einer bescheidenen Nacht hat meine Mutter das HanseBaby abgeholt und uns ein paar erholsame Stunden Schlaf ermöglicht. Jetzt geht es uns langsam besser. Wir sind gespannt, wann wir wieder fit sind…

Beste Grüße
HanseMama

Wiedereinstieg, Kinderbetreuung und ganz viel Stress

Im Januar wird das HanseBaby ein Jahr alt und damit endet meine Elternzeit. Bei uns gab es die gruselige Situation, dass ich einen befristeten, seit Mitte der Elternzeit abgelaufenen, Vertrag hatte und somit nach der Elternzeit direkt arbeitslos gewesen wäre.
Also nicht nur die Problematik, einen Betreuungsplatz außerhalb des Kindergartenjahres zu bekommen (das ist nur mit extremer Flexibilität und diversen Abstrichen möglich und kostet richtig Nerven), nein, auch noch Bewerbungen schreiben und Vorstellungsgespräche absolvieren…als Mutter ist man eine tickende Zeitbombe, denn man könnte ja jederzeit ausfallen (Kind krank, Kita-Streik…) und außerdem ist man als Mutter nicht vollzeit-einsatzfähig. Ich bin ehrlich, Vollzeit kommt aktuell für mich nicht in die Tüte, dann würde ich vom HanseBaby ja gar nichts mehr mitbekommen…
Erschreckenderweise war es einfacher, eine Stelle zu finden, als einen Betreuungsplatz. Ehrlich gesagt, habe ich den Vertrag unterschrieben, ohne einen Betreuungsplatz zu haben. Ich habe drauf vertraut, dass wir das irgendwie schaffen und so ist es nun auch! Ganz viel Glück gehabt!!!
Betreuungsplatz: check
Arbeitsplatz: check Weiterlesen

Lange her

Es ist schon wieder ewig her seit dem letzten Eintrag. Ich habe das Gefühl, die Zeit rast vor Weihnachten noch schneller als sowieso schon. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass die Vorweihnachtszeit – zumindest bei uns – immer vollgepropft ist mit Terminen. Jeder will noch mal mit einem auf den Weihnachtsmarkt oder einen einfach nur noch mal vor Jahresende treffen. Eigentlich etwas bekloppt, denn die Welt wird nicht untergehen und ob man sich am 30.12. oder am 03.01. sieht, tut sich bei genauer Betrachtung nichts. Aber aus unerfindlichen Gründen schiebt man Termine jedes Jahr wieder vor sich her…und zwar so lange, bis das Jahresende schon am Horizont winkt. Eine befreundete Zahnärztin klagt, dass sie im Dezember so viel zu tun hat, wie in drei Monaten mitten im Jahr. Alle Termine dienen lediglich der Komplettierung des Bonusheftes. Karte durchziehen, Stempel rein. Die Vorsorge ist für die Patienten reine Nebensache.
Naja, auf alle Fälle ist viel los und die Tage rasen an mir vorbei. Dazu kommt dann das HanseBaby, das sich mit Zahn drei und vier rumschlägt, sich bis gestern mitten in einem Sprung befunden hat und dadurch extrem anhänglich und quengelig gewesen ist. Das schlaucht und ich muss gestehen, dass ich abends nur noch stumpf in die Röhre geguckt habe, bzw. vor 21 Uhr eingeschlafen bin.
Ich habe übrigens mit Entsetzen festgestellt, dass in nicht mal mehr zwei Wochen Weihnachten ist. Ich bin so null in Weihnachtsstimmung und unsere Wohnung sieht aus wie immer. Naja, fast. Unsere gesamte Weihnachtsdeko besteht aus einem beleuchteten Stern im Fenster… Ich habe dieses Jahr keine Muße gefunden, um die Wohnung festlich herzurichten. Aber zwischen Terminen, dem Wetter, das eher nach Herbstanfang aussieht, dem Haushalt und einem quakigen Kind, das volle Aufmerksamkeit fordert, weil es dir sonst die Bude auseinander nimmt, fehlte mir einfach der Schwung…ja, und auch die Kraft. Ich hätte mich eben auch gerne neben das HanseBaby gelegt. Der Kleine macht nämlich noch ein Nickerchen.
Ob ich doch noch etwas dekoriere??? Ich würde meinen Hintern nicht drauf verwetten, aber man soll ja niemals nie sagen!!!

Ach ja, Plätzchen haben wir auch nicht gebacken…

Beste Grüße
HanseMama