Schlafen, Einschlafen und Rituale

Habe einen Post bei Mamaskind gelesen, es geht um ein Einschlafenritual. Nicht um das eigene, denn Eltern leiden unter chronischem Schlafmangel, brauchen also kein Ritual, sondern höchstens ein Bett zum Schlafen… 😉 Es geht um das Einschlafritual mit und für die Kinder und das macht bei Mamaskind der Papa. Er berichtet auch darüber.
Ich möchte jetzt den Beitrag nicht nacherzählen, nein, der Artikel hat mich daran erinnert, wie das bei uns mit dem Schlafen war und wie es sich entwickelt hat. Darüber möchte ich berichten.
In den ersten paar Tagen war Schlafen für den Frechdachs überhaupt kein Problem…da hatte ich eher das Problem, dass der Kleine am liebsten angedockt schlief…aber das ist ein anderes Thema. Ab Woche zwei hat der Frechdachs nachts AUF mir oder meinem Mann geschlafen und dann waren wir bald so weit, dass er in der Seitenlage, mit dem Arm des Mannes als Kissen, eingeschlafen ist. Eingeschlafen ist er in 99% aller Fälle aber beim Stillen. Ohne Milli ging nichts! Die ersten drei Monate bin ich auch abends mit ihm ins Bett gegangen. Ich hätte zwar gerne noch eine Stunde mit meinem Mann auf dem Sofa verbracht, aber so what…und außerdem war ich sowas von müde… Der Frechdachs hat so auch besser geschlafen. Nach einiger Zeit konnte ich mich nach dem Einschlafstillen auch davon stehlen und musste erst später wieder Milli geben. Irgendwann habe ich dann festgestellt, dass der Frechdachs auch einschlafen kann, wenn er keine Milli bekommt…nämlich immer genau dann, wenn mein Mann ihn ins Bett gebracht hat. Bei mir hat er immer sofort nach seiner Milli geschrieen und erst aufgehört, wenn er vor Erschöpfung eingeschlafen ist oder Milli bekommen hat. Meine Hebamme hat uns geraten, dass der HansePapa den Kleinen regelmäßig ins Bett bringt, damit er sich dran gewöhnt, ohne Stillen zu schlafen. Das haben wir gemacht und es hat sehr gut funktioniert. Nach einiger Zeit konnte ich ihn dann auch so ins Bett bringen. Was blieb – und uns zeitweise echt zur Verzweiflung brachte – war das Geschrei und Gezappel, die Unruhe beim Frechdachs. Er hat sich regelmäßig nur in den Schlaf geschrieen und wild mit Armen und Beinen gefuchtelt. Daran haben wir mit einer Physiotherapeutin gearbeitet. Wir sollten den Kleinen auf den Arm nehmen und festhalten, das Geschrei mussten wir ertragen. Es wurde besser. Langsam und mit einigen Rückschlägen, aber es hat geholfen. (Das war kein Schlafprogramm!!! Sowas würde ich niemals machen!) Dann irgendwann haben wir ihn abends in das Babybay gelegt und er ist dort eingeschlafen. Das Babybay wurde durch ein Gitterbett (neben meinem Bett) ersetzt und darin schläft er. Wir halten ihn meist noch etwas fest, damit er nicht wieder aufsteht. Der Frechdachs schläft nicht durch und er kommt nachts in mein Bett zum Kuscheln, aber das ist schon ok. Irgendwann wird auch der Frechdachs durchschlafen und irgendwann wird er auch in seinem eigenen Bett schlafen. So schläft man also in der Hansestadt ein.

Besonders wichtig für das Einschlafen ist auch bei uns das Einschlafritual. Das hat sich zwar schon mehrfach etwas geändert, aber wir haben uns immer an den groben Rahmen gehalten. Bettfertig machen, Spieluhr hören, uns die leuchtende Sternlampe (der blaue Stern von Ikea) oder das Mobile ansehen und dann beiden eine gute Nacht wünschen. Im Bett werden noch Decken aufgeschüttelt und dann wird das Sternenlicht angemacht. Das ist dann das ultimative Zeichen dafür, dass es ins Land der Träume geht.
So funktioniert das mit dem Einschlafen bei uns…aktuell. Es kann sich jederzeit ein bisschen ändern oder wir können das Ritual etwas kürzen…beides aber nur minimal…ich mache Kleinigkeiten einfach anders als mein Mann. Das funktioniert.
Ich wünsche euch, dass ihr für euch auch ein passendes Einschlafritual findet und lasst euch nicht entmutigen, das mit dem Einschlafen ohne Geschrei dauert…

Beste Grüße
HanseMama

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