Wochenende

Das Wochenende haben wir kaum als Familie verbracht. Der HansePapa musste am Samstag noch arbeiten und nachmittags ging es ins Stadion, um Werder beim unentschieden spielen zu zugucken. Zeitgleich waren der Frechdachs und ich mit einer langjährigen Freundin beim Ikea. Ich wollte einzigst einen Bekväm-Tritthocker kaufen. Samstag zum Ikea ist immer eine dumme Idee, ich weiß. Ich habe allerdings gehofft, dass ganz Bremen beim Samba-Karneval Kamelle sammelt… Dem war – aufgrund des Regens – leider nicht so…gefühlt befand sich ganz Bremen im Ikea. Tja und ich mit einem dickköpfigen Einjährigen dazwischen… Böserweise ließ ich den Frechdachs nicht allein und kreuz und quer durch den Laden laufen, sondern behielt das motzige, sich windende Monster auf dem Arm… Ich dachte eigentlich, die Wut- und Trotzphase käme sehr viel später, aber mein Sohn wollte mir wohl mitteilen, dass er jetzt schon einen starken Willen hat und schrie erstmal den Laden zusammen. Wir standen an der Kasse und es gab kein Entrinnen. Nun stand ich da mit meinem wutschnaubenden Kleinkind auf dem Arm und wartete eigentlich auf schlaue Ratschläge und böse Blicke. Nichts passierte. Entweder ich war zu beschäftigt damit, den Brummkreisel auf meinem Arm zu bändigen, oder die Leute hatten solch eine Angst vor mir, dass sie sich nicht trauten. Eigentlich egal, Hauptsache sie halten den Mund. Auf Ratschläge reagiere ich nämlich allergisch… Nun gut…die Moral von der Geschicht? Mit dem Kinde wird einkaufen nichts! Das war das letzte Mal, dass ich den Frechdachs zu irgendwas anderem als einem Einkauf, der Pit Stop gleicht, mitgenommen habe. Das tu ich mir nicht mehr an!
Um diese Erkenntnis reicher startete ich in den Sonntag. Wieder ein Termin, dieses Mal ein Treffen mit der Rückbildungsgruppe. Nach großen Schwierigkeiten, einen Termin zu finden, haben wir es heute wirklich geschafft, uns zu treffen. Vollzählig. Und es war wirklich wieder total schön und wie immer viel zu kurz. Sieben Frauen und sieben Kinder zusammen in einem Wohnzimmer ergeben ein heilloses Stimmengewirr und einen ordentlichen Lärmpegel. Ursprünglich hatte ich befürchtet, dass der Frechdachs sich von seiner dickköpfigsten und zickigsten Seite zeigen würde (so wie gestern…) aber es hielt sich in Grenzen. Die anderen waren genauso. Sehr tröstlich! Mir fällt dazu immer ein: „Kinder sind asozial und amoralisch“. Entspricht der Realität 😦

Der Frechdachs ist glücklicherweise auf dem Rückweg im Auto nicht eingeschlafen…alles lief gut, er hat auch fünfundvierzig Minuten geschlafen…und seitdem ist er wach. Es ist jetzt gleich halb zehn, mir fallen langsam die Augen zu und der Frechdachs spielt Torrero mit seinem Schlafsack… Wenn ich dran denke, dass ich morgen früh wieder um fünf Uhr aufstehen muss, dann bekomme ich ganz schlechte Laune. Ich hoffe dieses Kind schläft gleich (gut) ein.

Gute Nacht und einen guten Start in die neue Woche!

Beste Grüße
HanseMama

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