Raglan-Pullover aus Jersey 

Nachdem ich mich nun an den Mützen ausprobiert hatte, wollte ich etwas Größeres für den Frechdachs nähen. Es hat ja auch wenig Sinn, 7.398 Mützen für ein einzelnes Kind zu nähen…glaube ich zumindest 😉

Also habe ich mir ein Buch mit Schnittmustern gekauft :

Es gibt Schnittmuster und Anleitungen für Pullover, Hosen, T-Shirts, Mützen und Schals, aber auch für Bodies und Schlafanzüge (Einteilen) sowie eine Sweatshirtjacke. Das Buch ist aufgeteilt in die Bereiche „Kleinkind“ (bis Größe 92) und „Kids“ (bis Größe 134, wenn ich mich nicht irre). Die Modelle sind dann ähnlich. 

Ich habe mir den Raglan-Pullover ausgesucht und einen Stoff mit Sternen gekauft. Dem Frechdachs stehen grün und orange ganz wunderbar und ich liebe es, so leuchtende Stoffe zu verarbeiten 🙂

Der Pullover hat im Original eine Kapuze. Ich bin aber kein Fan von Kapuzen. Irgendwie sind die immer im Weg…und deshalb habe ich sie weggelassen den Schnitt abgewandelt. 

Kompliziert war das annähen der Bauchtasche… Ich wollte das Bündchen unbedingt mit dem dunkelbraunen Stoff absetzen… Tja, das hat mich dann eine Jerseynadel gekostet. Damn it! Die Bereiche mit den Bündchen habe ich also per Hand annähen müssen. Ganz genau darf man da nicht hingucken… ABER ich bin fertig. Ich habe – all in all – elf Tage gebraucht. Ich nähe meistens abends und dann auch nicht ewig lange…und überhaupt nicht regelmäßig. Ich lasse mir mittlerweile auch gerne mal etwas Zeit. Eine erfahrene Hobby-Näherin, deren Kinder nicht dauernd Aufmerksamkeit einfordern, sollte das an einem Wochenende schaffen. 


Der Frechdachs wollte den Pullover auch gleich anziehen, Sterne sind aktuell nicht sicher vor ihm… 

Mir gefällt dieser Raglan-Schnitt nicht so besonders. Das kann aber auch daran liegen, dass der Pulli noch etwas groß ist.  Er ist zwar aus 86 fast raus, aber Größe 92 scheint noch nicht ganz zu passen. Vielleicht ist ja auch einfach der Schnitt schon größer…man weiß es nicht. 

Auf alle Fälle finde ich den selbst genähten Pullover gut. Ich bin stolz drauf, den allein gemacht zu haben 🙂

Ach ja, für Anfänger ist es sinnvoll, Vorder- und Rückseite des Pullovers und auch der Ärmel zu markieren, sonst läuft man Gefahr, falsch zusammen zu nähen. Auch nützlich war das markieren der Oberseite der Bauchtasche…

Habt einen guten Start in die neue Woche! 

Kürbisbrot – Rezept getestet in der Hansestadt Bremen 

Wir – besonders aber der Mann des Hauses – essen gerne Kürbisbrot. Ich bin eigentlich eher der deftige Typ, aber ein Scheibchen vom selbst gebackenen Kürbisbrot verirrt sich doch gerne auf mein Frühstücksbrett. 

Herrlich, endlich Herbst. Zeit für köstliches Kürbisbrot! 

Das Rezept stammt aus dem Buch „Brot backen. Die besten und beliebtesten Rezepte aus aller Welt“ von Linda Collister.

Im Originalrezept werden Cranberries, Preiselbeeren, Nüsse sowie Gewürze (Piment, Muskatnuss) benutzt.  Das ist nicht so unser Fall, deswegen habe ich das Rezept nach unserem Geschmack abgeändert. Was uns besonders gut gefällt, ist der hohe Anteil an Kürbis im Brot. Besonders lecker mit Hokkaido! Mittlerweile backe ich nur noch nach meinem Rezept. Dieses schöne und einfache Rezept möchte ich mit euch teilen. 

 Einfache Rezepte sind meist die besten. 

Rezept für zwei kleine Brote (Durchmesser ca. 18cm), bzw. 9-12 Brötchen 

Zutaten :

  • 400g Kürbisfruchtfleisch
  • 500g Mehl (Ich mische gerne das 550 mit einem Vollkornmehl)
  • 40g Butter 
  • 40g Zucker 
  • 21g Hefe + 1EL lauwarmes Wasser 
  • 1Ei
  • 1TL Salz 
  • evtl etwas lauwarme Milch 

Zubereitung:

  • Kürbis zu Mus verarbeiten. Waschen, schneiden und in gleichmäßige Stücke schneiden. (Hokkaido geht auch mit Schale, andere Sorten muss man schälen). Entweder im Dampfgarer oder mit wenig Milch weich dünsten. Dann mit dem Kartoffelstampfer oder (wenn es partout nicht stückig sein soll) mit dem Pürierstab zerkleinern. Abkühlen lassen. 
  • Mehl, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und vermischen. Dann eine Mulde hineindrücken und Hefe, Wasser, Butter und das Ei hineingeben. Obenauf das Kürbismus. Alles miteinander verkneten. So geht es zumindest mit meiner Küchenmaschine. Wer ein Handrührgerät benutzt, sollte den Hefeteig wie gewohnt zubereiten und das Kürbismus eventuell per Hand unterkneten. 
  • Wenn der Teig zu trocken ist, etwas Milch zugeben. 
  • Teig ca. eine Stunde gehen lassen, dann Brotlaibe oder Brötchen formen und diese nochmals eine halbe Stunde ruhen lassen. Wer mag, kann die Brote dekorativ einschneiden. 
  • Während dessen den Backofen vorheizen. Ich nehme immer Umluft (unser Backofen ist schon alt, irgendwas stimmt mit Ober-Unterhitze nicht mehr…)  und backe bei 150-170 Grad. Brote 40-45 Minuten, Brötchen 20-25 Minuten. Wer knackiges Brot möchte, sollte eine feuerfeste Form mit Wasser während des Backens in den Backofen stellen. 

    Tadaaa. Fertig. Ein Brot nehme ich heute gleich als Geschenk mit.

Ach ja… Der Frechdachs hat auch geholfen 😀

Ich wünsche allen noch einen entspannten Sonntag und einen guten Start in die Woche! 

Liebe Grüße HanseMama 

Nähfieber 

Vor einiger Zeit habe ich ja schon mal gestanden, dass ich pinterestsüchtig bin…hat sich auch nicht geändert. Hehe. Ich stolperte immer wieder über Schnittmuster oder Anleitungen für hübsche Kinderkleidung oder ausgefallene Dinge wie beispielsweise Socken… Dazu eine gute Freundin, die zeitgleich das Nähen für sich entdeckte…ich war angetriggert.

Einstieg: Wendebeanie 

Begonnen habe ich mit einer Wendebeanie. Hört sich komplizierter an, als es eigentlich ist… Ich habe mir aus einer passenden, vorhanden Mütze ein Schnittmuster erstellt und nach der (englischsprachigen, aber sehr gut bebilderten) Anleitung von Joy gearbeitet. Anleitung und Schnittmuster von Joy findet ihr hier. Diese Mütze habe ich dann auch für meinen Neffen genäht. Der original Schnitt beinhaltet Teddyohren, die habe ich aber weggelassen.

Der Stoff heißt „animal hipsters“ und je öfter ich ihn ansehe, desto lieber mag ich den 🙂

 Dann habe ich, wie durch Joys Anleitung gelernt, die Wendebeanie von Lybstes genäht (Freebook in den Größen 34-38 und 39-42cm hier). Den Schnitt für Größe 39-42 habe ich zwei mal genäht. Beim ersten Mal war die Mütze etwa groß geraten… Also haben unsere Freunde jetzt noch eine Mütze auf Zuwachs. 

Den Stoff mit den Walen habe ich im Sommer auf dem Stoffmarkt Holland gekauft. 

Nächste Station: Wende-Schlupf-Mütze 

Nicht genug mit der Wendebeanie, nein. Ich bin ein Freund von Schlupfmützen (früher haben wir „Schalmützen“ gesagt)…und deswegen hatte ich mir in den Kopf gesetzt, für den Frechdachs eine schöne Wende-Schlupf-Mütze zu nähen. Aber damit nicht genug, es musste eine mit verstürzter (unsichtbare) Naht sein. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht 😉 Ich habe mir wieder einen Schnitt aus einer vorhandenen Mütze erstellt. Erst hinterher habe ich gesehen, dass es bei Lybstes dazu ein Freebook gibt: Schlupfmütze. Leider nur in Größe 40-46cm. Der Frechdachs hat nen Dickschädel…aber zur Orientierung war der Schnitt prima 🙂 außerdem sollte meine Mütze einen Zipfel bekommen. 

Der erste Versuch… Leider zu eng geworden. Gehört nun meinem Neffen. Der Frechdachs liebt aber den Baustellenstoff…also habe ich den Schnitt größer gemacht und…tadaaa… 
Eine Seite mit Sternen (Derne),  die andere mit dem Baustellenstoff. Mit verstürzter Naht!!! Eine gute Anleitung dazu findet ihr bei Sonntagshase. Zwar habe ich trotzdem zwei mal die Mütze wieder öffnen müssen, weil ich mich irgendwo verheddert habe, aber wenn man den Dreh erst mal raus hat… Ich habe mir meinen Mann zur Hilfe genommen. Der hat ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen als ich…

Ja und nun habe ich mir das Buch „Kinderleicht – Nähen mit Jersey für Babys und Kids“ von Pauline Dohmen gekauft. 16,99€. Es enthält zwei Schnittmusterbögen und Anleitungen für über dreißig Nähprojekte (etwa die Hälfte in den Größen 56-92, den Rest in 98-134). Hosen, T-Shirts, Pullover, Bodies sowie Schals und Mützen (teilweise bis 61cm Kopfumfang, würde meinem Mann sogar noch passen). Dazu ein Grundlagenteil, der Einzelheiten bebildert beschreibt. 

Das große Nähen kann beginnen! 

Nun habe ich die Qual der Wahl, was ich als erstes nähen möchte… Am Stoff soll es nicht liegen, ich habe letztens im Sale noch ordentlich zugeschlagen…hehe.

Wobei… Der Mann möchte eine Beanie aus den gleichen Stoffen wie die Wende-Schlupf-Mütze des Frechdachses… 

Ich bitte, die Qualität meiner Fotos zu entschuldigen. Ich nähe immer abends, wenn der Frechdachs im Bett liegt. Dann habe ich mal genug Ruhe dazu…und auch zum Fotografieren…nur das Licht macht dann nicht so mit :/

Gute oder schlechte Bücher – das ist hier die Frage! 

Auf dem Blog Mutterfreu(n)de habe ich einen kurzen Artikel zum Thema Gute und schlechte Kinderbücher gelesen (hier nachlesbar). Frisch veröffentlicht. 

Kategorisierung nach Alltagstauglichkeit 

Im Artikel wird nach Alltagstauglichkeit in schlechte und gute Bücher unterschieden. Als schlecht werden hier eingeordnet: Mein Riesen-Pappebuch – Das Leben auf dem Bauernhof (unpraktisch aufgrund der Größe), Alles Natur – Meine kleine Eule (Seiten sind nicht beschichtet) und Der Regenbogenfisch (zweifelhafte Moral der käuflichen Freundschaft). 

Hör mal… Ist gar nicht so schlecht. 

Weiterhin die Pappbücher des Carlsen Verlages Hör mal…. Hier wird die Verarbeitung bemängelt. Die „Knöpfe für die Geräusche lassen sich total schlecht drücken, was oft Frust verursacht“. Der Frechdachs hat das erste Hör mal mit etwas über einem Jahr bekommen. Er hat zwar kräftige Finger, aber soooo schwer ist das Drücken der Knöpfe m. E. nicht. Kabelbruch haben wir auch noch nicht gehabt, obwohl die Bücher (ja, es sind mittlerweile mehrere) in Dauerbenutzung sind. Wir haben auch baugleiche Bücher vom Verlag ars edition, aus der Reihe Was hörst du hier? Auch die sind noch funktionstüchtig. Der geringe Textanteil, der bemängelt wird, stört uns weniger. Wir erzählen selber noch Geschichten zu den Bildern. Übrigens wird gerade der bemängelte geringe Textanteil später als Kriterium für ein gutes (Baby- oder Klein-)Kinderbuch genannt. Dort steht, die Bücher sollen „eine leicht verständliche Geschichte, in wenigen Worten erzählt„beinhalten, denn „Bücher mit viel Text eignen sich eher für größere Kinder„.

Kriterien für ein gutes Kinderbuch

Als Kriterien für gute Kinderbücher werden neben kurzen, leicht verständlichen Geschichten, ein entsprechendes Format und abwaschbare Seiten genannt. Außerdem wird viel Wert auf farbenfrohe Illustrationen gelegt. 

Welche Kinderbücher sind gut? 

Als Beispiele für gute Kinderbücher nennt der Artikel Bist du meine Mama?Die Eule mit der Beule und die Wieso? Weshalb? Warum?-Bücher. Die letztgenannten stammen vom Ravensburger Verlag, haben eine Spiralbindung und es gibt kleine Klappen aus dünner Pappe, hinter denen die Kinder immer noch etwas entdecken können. Die Idee ist echt prima, da stimme ich Solina gerne zu, aber bei Kindern, die etwas grobmotorisch oder rabaukenhaft sind, hält der Spaß nicht lange. So geschehen bei einer Freundin. 

Geschmackssache… wie so oft 

Letztendlich ist auch die Einteilung in gut und schlecht Geschmackssache der Eltern und hängt immer auch mit vom Kind selbst ab. Ruhige und vorsichtige Kinder können natürlich auch mit Papierseiten umgehen, die Rabauken sollten bestimmt lieber nur dicke Pappseiten bekommen… 

Ich danke dir für den Artikel, Solina! Auch wenn ich nicht 100%ig der gleichen Meinung bin. 

Endlich wieder arbeiten 

Hört sich nicht schön an, ist aber so. Ich habe ja schon öfter erzählt, dass mich der Frechdachs manchmal in den Wahnsinn treibt…und so war es auch wieder. Ich hatte mir ganz alleine eine Woche Urlaub genommen. Habe mit meiner Freundin außerhalb gefrühstückt und dann waren wir bummeln. Ganz gemütlich einkaufen und aufräumen (es kann sehr entspannend sein, wenn man mal nicht alle drei Minuten abgelenkt wird und überall angefangene Hausarbeiten liegen bleiben…)… Einfach auch mal nichts tun und rumgammeln. Herrlich. Ein paar Tage nur für mich 🙂 

Dann wurde die Tagesmutter krank 

…und dann wurde die Tagesmutter krank. Gut, ich hatte eine Woche Urlaub und den Frechdachs dann zwei Tage zu Hause. So what. Nicht so schlimm. Zwei Tage Spielplatz und Remmidemmi sind auch ganz schön. 

Haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh! 

Tja und dann, von Sonntag auf Montag wache ich mitten in der Nacht auf und stelle fest, dass der Frechdachs glüht. Fieber 🙈 Wie sagt mein Mann so gerne? Haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh. Meinem Arbeitgeber Bescheid gegeben, dass ich zu Hause bleiben muss. Freude ist anders. 

Montag abend war das Fieber wieder weg. Dafür hatte der Frechdachs Dienstag auf einmal kleine Pickel um den Mund herum… 

Hand-Fuß-Mund… Shit

Der Kinderarzt bestätigte es: Hand-Fuß-Mund! Herzlichen Glückwunsch! Jackpot! Zur Tagesmutter? Da war die Angst vor Ansteckung groß. Eine Woche habe ich also ein Hand-Fuß-Mund-Kind zu Hause gehabt. Krank fühlte er sich scheinbar nicht…Remmidemmi, Lärm und Randale. Dann der Freitag, die Pusteln waren schon am abheilen…die Frage an die Tagesmutter, ob ich ihn nach dem Wochenende wieder bringen darf. Begeistert war sie nicht. Gerne hätte sie eine Gesundschreibung gehabt, aber das macht der Kinderarzt nur bei Streptokokken…unter Gegrummel hat sie ihn genommen und ich konnte endlich, endlich wieder zur Arbeit. 

Jippie, endlich wieder arbeiten! 

Ich liebe mein Kind, aber wir befinden uns gerade in der quengeligen und dazu noch trotzigen Phase. Das ist sehr viel anstrengender als arbeiten gehen! Für mich zumindest. 

Warten wir mal die nächste Krankheit ab… Aber hoffentlich nicht ganz so bald, denn mein Arbeitsvertrag läuft aus und dauerhaftes Fehlen aufgrund Kind krank ist ja nun nicht gerade ein Argument FÜR eine Verlängerung… 

Rassismus im Alltag 

Es ist merkwürdig, den Titel zu schreiben. Es fühlt sich beschämend an, zu sagen, dass man in seinem Alltag Rassismus erlebt und besonders schlimm ist es, zu sagen, dass der eigene Schwiegerdrachen (der sich für die Krone der Schöpfung hält, ich berichtete) das Thema aufgeworfen hat. Aufgeworfen bedeutet eigentlich eher, er ist der Stein des Anstoßes, derjenige, der den Rassismus in mein Leben gebracht hat. Ich finde das extrem traurig. 

Aber der Reihe nach… Dass es bei uns familiär gerne mal knirscht, habe ich bereits lang und breit geschrieben…mit meinem Schwiegervater ist es alles andere als einfach. Er mischt sich gerne ein und auch gestern musste er mal wieder seinen Senf dazugeben. Dabei gab er etwas von sich, da schlackerten meinem Mann und mir die Ohren. 

Der Frechdachs ist mit seinen 21 Monaten noch ziemlich ungeduldig und da es mit dem Essen nicht so funktionierte, wie er sich das vorstellte (über Kopf bleibt die blöde Wurst nicht auf dem Brot…), tobte er los. Der Drachen sagte dann: 

Ganz ruhig! Wir sind doch keine Schwarzen. Die machen alles aus dem Bauch heraus, deswegen reden die auch so laut. Wir Europäer machen das mit dem Kopf, wir denken nach.

Dem Mann und mir ist die Kinnlade herunter gefallen. Das ist Rassismus vom Feinsten. Geht gar nicht! 

Heute hatte ich die Chance, ihn darauf anzusprechen. Ich habe ihn gebeten, im Beisein meines Kindes solche rassistischen Sprüche nicht mehr zu sagen. Ich finde, das ist mein gutes Recht als Mutter! Man stelle sich bitte vor, dass der Frechdachs diese Dinge irgendwo ausspricht… Da gibt’s dann ordentlich „aufs Maul“… Bremen hat ja nun auch eine große Anzahl an Menschen mit Migrationshintergrund. (Ich frage mich gerade, ob „Ausländer“ politisch korrekt ist…)  und da ist es denkbar und gut möglich, dass er sich mit solchen Sprüchen welche fängt… Ganz davon abgesehen, dass wir versuchen, den Frechdachs zu einem aufgeschlossen Menschen zu erziehen…

Aber kurz zurück zum Drachen. Dieser sagte mir, sein Spruch sei überhaupt nicht rassistisch. Das sei „allgemeines Kulturwissen“.  Ich entgegnete, dass das Blödsinn sei. Das sei (und ist) nichts anderes als Rassismus. Der Drachen wollte nichts davon hören. Meine Bitte, sowas im Beisein des Frechdachses nicht zu sagen, stieß auf Widerstand. Er ließe sich von mir gar nichts verbieten. Wenn ich das nicht wolle, dann müsse ich den Frechdachs in Watte packen. Wenn mir bis dahin schon das Blut gekocht hat, dann spritzte und brodelte es spätestens jetzt. Mein Adrenalinspiegel war auf einem Höchststand. 

Diese Situation hat bei mir Ärger, Wut, Unverständnis und ganz viel Fassungslosigkeit ausgelöst. Ich kann nicht verstehen, dass jemand, der sich selbst für so schlau und sozial hält und der nur ein Jahrzehnt nach Ende des zweiten Weltkriegs geboren ist, solche Dinge von sich geben kann. 

Es ist traurig und sehr beschämend, so jemanden in der Familie zu haben. 

Der Umgang mit dem Frechdachs ist erstmal untersagt. Einzig logische Konsequenz.