Da hilft nur… Mama

Das HanseBaby ist aktuell mal wieder sehr anstrengend. Normalerweise ist er ein ausgeglichenes, fröhliches Baby das irrsinnig viel Spaß daran hat, krabbelnd seine Umwelt zu erkunden…aber seit kurzem ist er wieder extrem anhänglich. Die Entfernung vom Esszimmer zur Küche beträgt maximal acht Meter…also von Wand zu Wand gerechnet. Gehe ich aber kurz rüber, um noch etwas zu holen, fängt mein Kleiner an, ängstlich zu weinen und krabbelt hinter mir her. Er lässt sich kaum beruhigen, nur auf den Arm nehmen hilft. Das Schlimme daran ist, dass mein Mann neben ihm sitzen kann…das ist für das HanseBaby aktuell kein Trost…und für den HansePapa dann wiederum fürchterlich frustrierend. Egal, worum es geht, das kann nur Mama… Trösten, anziehen, wickeln, Brei füttern, schlafen legen… Selbst beim Spielen ist Papa abgeschrieben, denn irgendwo muss doch die geliebte Mama sein…

Letztendlich geht es hier um die Bindung. Als Haupt-Bindungsperson „sucht sich [das Baby] schlicht und ergreifend diejenige Person heraus, die sich am verlässlichsten und am feinfühligsten um seine grundlegenden Bedürfnisse kümmert“ (Artikel beim gewünschtesten Wunschkind). Tja, das ist dann wohl Mama…
In einem anderen Artikel auf gleichem Blog wird näher auf die Problematik der Ablehnung dem Vater gegenüber eingegangen. Hier wird erklärt, warum das Baby den Papa ablehnt und auch, warum das nicht nur negativ ist. Der Artikel ist mal wieder sehr verständlich geschrieben und hilft, dass der Papa nicht ganz so enttäuscht ist! Zumindest der HansePapa kann jetzt besser damit umgehen. Dass der Kleine anstrengend ist, ändert sich dadurch zwar nicht, aber ich kann dadurch wieder etwas mehr Verständnis für ihn aufbringen und wir sind alle drei etwas entspannter.

HanseMama

Oje ich wachse…

Seit über einer Woche ist das HanseBaby so anstrengend wie noch nie. Nichts, aber auch gar nichts kann man ihm recht machen. Auf den Arm, gucken, quengeln…absetzen auf den Boden, Geschrei…und wehe, man bewegt sich dann auch noch ein paar Schritte weg, dann ist „Holland in Not“… Außenstehende müssen denken, ich würde mein Kind quälen, so sehr weint, schreit und kreischt er. Wenn er mal gerade nicht weint, dann meckert er…oder jammert, das kann er auch schon. Gefühlt verbringt er gerade um die sechzehn Stunden am Tag damit, mir den letzten Nerv zu rauben. Das Schlimme daran ist eigentlich, dass ich ihm nicht helfen kann. Ich weiß nicht, was mit ihm los ist, ich stochere im Nebel. Immer, wenn ich glaube, ich hätte herausgefunden, was gerade los ist, geht das Geplärre von vorne los und alles was bisher geholfen hat, ist nutzlos. Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt…
Aber nicht nur die Tage sind anstrengend, nein, auch die Abende und Nächte. Besonders das Zubettgehen ist ein Kraftakt. Großes Geschrei und Gekreische, dann schläft er irgendwann ein,  nur um im halbstündigen Rhythmus wieder wach zu werden.
Was es nun letztendlich ist, weiß ich nicht. Könnte der erste Zahn sein…oder der 26-Wochen-Sprung…oder beides zusammen. Auf alle Fälle ist es sehr, sehr anstrengend und die Gefühle gegenüber dem HanseBaby wechseln im Sekundentakt.
Was mir hilft, diesen Wahnsinn auszuhalten? Im Buch „Oje ich wachse“ weisen die Autoren Rijt und Plooij immer wieder darauf hin, dass Kinder uns Eltern nicht mit ihrem Verhalten ärgern wollen. Ihr dauerndes Gequengel, Gejaule und Geheule hat einen Grund… Auch, wenn wir darin keinen sehen…und die Kinder auch nicht genau wissen, was los ist. Ihre Welt steht Kopf und davor haben sie verständlicherweise Angst…und dann wollen sie zu Mama…auf den Arm, gekuschelt und getragen werden.

Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, weil es den Eltern hilft, die Kinder zu verstehen. Mir wurde es von meiner Hebamme empfohlen. Siehe Literaturverzeichnis.
Für alle, die sich das Buch nicht kaufen wollen, habe ich folgenden Tipp: Auf dem Blog „Das gewünschteste Wunschkind“ (ganz runterscrollen) wurden die Sprünge sehr gut verständlich zusammengefasst. Nach Aussage einer Mutti aus meiner Rückbildungsgruppe sogar besser als die App von Oje ich wachse.

Ich wünsche allen Eltern viel Kraft, um diese ganzen Phasen durchzustehen. Auch wenn es noch so anstrengend ist, immer die Ruhe bewahren und nichts Unüberlegtes tun!!!

HanseMama